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Wirtschaft

Bushidos Haus durchsucht: Verdacht auf Steuervergehen
Berlin (dpa) - Die Berliner Staatsanwaltschaft hat am Dienstag das Privathaus des Rap-Musikers Bushido (34) in Wannsee durchsucht. Es gehe um den Verdacht einer Steuerstraftat, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Martin Steltner, der Nachrichtenagentur dpa.




Immer mehr Steuersünder packen aus
Berlin (dpa) - Geplatztes Steuerabkommen, eine neue Daten-CD und der Fall Hoeneß: Der Druck auf Steuersünder steigt. Bundesländer verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Selbstanzeigen. Für deutsche Steuersünder wird die Luft dünn: Immer mehr Betrüger wollen mit einer Selbstanzeige im Nachhinein reinen Tisch machen. Nach dem Scheitern des Steuerabkommens mit der Schweiz und unter wachsendem Druck der Behörden haben sich in vielen Bundesländern in diesem Jahr deutlich mehr Steuerhinterzieher selbst angezeigt. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Manche Finanzministerien führen dies auch auf den Wirbel um die Steueraffäre des FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß zurück. Nordrhein-Westfalen verzeichnete bis Anfang Mai bereits mehr als 700 Anzeigen, das ist etwa dreimal so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In Berlin offenbarten sich bis zum 15. Mai bereits 225 Steuerbetrüger - im ganzen Jahr 2012 waren es insgesamt rund 300. In Rheinland-Pfalz zeigten sich in diesem Jahr bisher mehr als 600 Menschen an, die Zahl nähert sich damit dem Niveau des gesamten Vorjahres (730). Im Mai, dem Monat nach Bekanntwerden der Selbstanzeige des Fußball-Managers Hoeneß, gingen dort bislang 185 Anzeigen ein, mehr als doppelt so viele wie im ganzen April. «Ich würde schon vorsichtig vermuten, dass das mit dem Fall Hoeneß in Verbindung steht», sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Mainz. Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) sagte der dpa Anfang der Woche: «Wir haben einen deutlich verstärkten Eingang von Selbstanzeigen, das beschleunigt sich zunehmend.» Von der jüngst von Rheinland-Pfalz angekauften neuen CD sei gerade mal ein Prozent ausgewertet und an die einzelnen Bundesländer zur Prüfung gegeben worden. «Wir reden hier über dicke Fische.» In Baden-Württemberg zeigten sich seit dem Fall Hoeneß knapp 400 Steuerhinterzieher selbst an. Das ist etwas mehr als in den Monaten zuvor, aber ähnlich viel wie Anfang des Jahres. Seit Anfang 2010 hat das Finanzministerium im Südwesten durch Selbstanzeigen nach eigenen Schätzungen rund 373 Millionen Euro eingenommen. Bei den Behörden in Sachsen gingen seit Anfang Mai 14 Selbstanzeigen ein, seit Februar 2010 waren es insgesamt 154. In Nordrhein-Westfalen heißt es: Ein «Hoeneß-Effekt» lasse sich noch nicht feststellen. «Dies ist aber den hohen Anforderungen, die an eine Selbstanzeige gestellt werden, geschuldet», erläuterte das Ministerium in einer Mitteilung. «Es ist aber festzustellen, dass die Zahl der Selbstanzeigen nach dem Scheitern des Steuerabkommens mit der Schweiz deutlich gestiegen ist.» Allerdings seien im Herbst 2012 noch deutlich mehr Anzeigen pro Monat eingegangen als zuletzt. Steuerbetrüger haben in Deutschland die Möglichkeit, sich selbst anzuzeigen und so einer Bestrafung zu entgehen. Nach des Fall Hoeneß hatten Oppositionspolitiker gefordert, die Amnestieregel zu streichen. Die Bundesregierung prüft eine weitere Verschärfung der Regeln. Der Kampf gegen Steuerhinterziehung steht auch auf der Tagesordnung der Finanzministerkonferenz am Freitag in Wiesbaden.



National

Microsoft zeigt erste Details seiner neuen Xbox One
Seattle (dpa) - Microsoft will mit seiner neuen Spielekonsole Xbox One endlich die Wohnzimmer erobern und das Zentrum der digitalen Unterhaltung liefern. Erste Details enthüllte der Softwarekonzern in Seattle. Die Nachfolgerin der rund acht Jahre alten Xbox 360 setzt neben dem Spielen auf multimediale Unterhaltung und spielt auch das Fernsehprogramm ab. Mit Hilfe einer verbesserten Version der Sprach- und Gestensteuerung Kinect lässt sich die Xbox One sekundenschnell starten. Die weiterentwickelte Kinect-Steuerung soll Bewegungen schneller übersetzen und auch in Dämmerlicht präzise arbeiten.



Rhein-Neckar

Mannheim: Jury stuft Hambüchen zurück
Mannheim. Nach einem Protestmarathon hat die Jury der deutschen Turn-Meisterschaften in Mannheim am Dienstag den Hallenser Matthias Fahrig zum Titelträger am Boden erklärt. Der zunächst nach seinem Protest auf Rang eins gesetzte Fabian Hambüchen wurde auf Platz zwei zurückgestuft. Zunächst hatte das Kampfgericht dem Protest von Hambüchen stattgegeben und seinen Ausgangswert um einen Zehntelpunkt auf 6,3 erhöht. Da aber Hambüchen den Protest nicht regelgerecht nach seiner eigenen Übung, sondern erst nach der des Konkurrenten Fahrig eingelegt hatte, nahm die Jury ihre erste Entscheidung wieder zurück. Fahrig erkämpfte somit vor 5000 Zuschauern in der ausverkauften Maimarkthalle seinen insgesamt siebten Titel mit 15,15 Punkten, Hambüchen wurde Zweiter mit 15,10 Zählern. "Ich habe fast einen Nervenzusammenbruch bekommen, weil ich mir vorgestellt habe, dass ich Meister bin und man mir dann den Titel doch wieder wegnahm. Ich war da einen Moment sehr, sehr traurig, doch jetzt freue ich mich riesig", sagte der Ex-Europameister.(dpa)



 





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 Wirtschaftsmagazin econo - regionale Nachrichten für Rhein-Neckar - Mannheim - Heidelberg - Pfalz - Main-Tauber / Stand: 21. Mai 2013 Kontakt / Impressum